Gelbgold ist die ursprüngliche, klassische Goldfarbe und macht den überwiegenden Teil aller Schmuckstücke aus. Reines Gold ist von Natur aus gelblich-warm; durch Legierung mit Kupfer und Silber bleibt diese Farbe erhalten, und der Schmuck wird gleichzeitig härter und alltagstauglich.
Typische Zusammensetzung
Eine klassische 585er Gelbgold-Legierung enthält:
- 58,5 % Feingold
- ~ 25 % Kupfer
- ~ 16,5 % Silber
Bei 750er Gelbgold sind es 75 % Feingold, der Rest verteilt sich auf Kupfer und Silber - die Farbe wirkt dadurch reiner und intensiver. Bei 333er kehrt sich das Verhältnis um: Zwei Drittel des Materials sind Fremdmetall, der Ton wirkt blasser und die Legierung reagiert empfindlicher auf Hautschweiß.
Das Mischungsverhältnis von Kupfer zu Silber steuert die Nuance. Mehr Kupfer zieht die Farbe ins Rötliche - bei stark erhöhtem Kupferanteil entsteht Roségold oder Rotgold. Mehr Silber lässt den Ton heller und kühler wirken. Wird das Gold stattdessen mit Palladium oder Nickel legiert, entsteht Weißgold.
333, 585 oder 750 - was im Alltag zählt
Für Trauringe und Alltagsschmuck ist in Deutschland 585er der Standard: haltbar genug für tägliches Tragen, farblich klar erkennbar als Gold, im Materialwert solide. 750er ist die Wahl für hochwertigen Juwelier- und Markenschmuck - satter in der Farbe, im Materialwert höher, aber auch weicher und damit anfälliger für Kratzer. 333er begegnet einem vor allem bei älterem Modeschmuck und günstigen Ketten.
Welche Punze welchem Feingehalt und welcher Karatzahl entspricht, zeigt die Goldlegierungen-Tabelle mit tagesaktuellen Werten je Gramm.
Pflege und Anlaufen
Gold oxidiert nicht. Was an einem Gelbgold-Ring nach Jahren stumpf aussieht, ist meist ein Film aus Hautfett, Seifenresten und Kosmetik - warmes Wasser, ein Tropfen Spülmittel und eine weiche Zahnbürste genügen. Verfärbt sich die Oberfläche dagegen dunkel oder fleckig, liegt das am Kupfer- oder Silberanteil der Legierung; das betrifft fast nur 333er Stücke und lässt sich beim Juwelier auspolieren.
Was Gelbgold beim Ankauf bringt
Beim Ankauf bewerten wir Gelbgold rein nach Feingoldanteil. Farbe, Politur, Marke und Alter spielen für den Materialwert keine Rolle - eine matt gewordene Kette aus den Siebzigern bringt dasselbe wie ein neuwertiges Stück gleicher Punze und gleichen Gewichts. Steine, Perlen und Fremdmaterial werden gewichtsmäßig abgezogen.
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