Glossar

Was ist Weißgold? Gold, nur anders legiert.

Weißgold ist eine Goldlegierung mit Nickel oder Palladium - silbrig glänzend, oft rhodiniert.

Weißgold ist eine Goldlegierung, bei der dem Gold weiße Metalle wie Palladium, Nickel, Silber oder Mangan beigemischt werden. Optisch wirkt es silbrig wie Platin, ist aber günstiger und leichter. Entscheidend für das Verständnis: Weißgold ist kein eigenes Metall und keine Beschichtung, sondern echtes Gold - nur mit anderen Partnern in der Legierung als beim klassischen Gelbgold.

Die Legierung: was tatsächlich drin ist

Der Goldanteil richtet sich allein nach der Punze und ist derselbe wie bei Gelbgold: 585 heißt 58,5 % Feingold, 750 heißt 75 %. Unterschiedlich ist nur, woraus der Rest besteht. Statt Kupfer und Silber, die den warmen Gelbton erzeugen, kommen weiße Metalle hinein, die die Goldfarbe überdecken:

  • Palladium - das hochwertige Legierungsmetall. Es entfärbt gut, ist hautverträglich und selbst ein Edelmetall, macht die Legierung aber teurer und etwas schwerer.
  • Nickel - günstiger und technisch gut zu verarbeiten, entfärbt sehr stark. Nachteil: Nickel kann Kontaktallergien auslösen und ist in der EU deshalb mit Grenzwerten reguliert.
  • Silber und Zink - meist als Begleitmetalle in kleineren Anteilen, sie beeinflussen Härte und Fließverhalten beim Gießen.

Weil reines Gold ein sehr kräftiger Farbstoff ist, bleibt selbst gut legiertes Weißgold von sich aus leicht gräulich oder cremefarben. Den kühlen, hellen Ton, den man aus dem Schaufenster kennt, erzeugt erst die Rhodinierung.

Zwei Varianten

  • Palladium-Weißgold - hochwertiger, hypoallergen, gewichtiger. Typisch bei Markenschmuck.
  • Nickel-Weißgold - günstiger, aber kann bei empfindlicher Haut Allergien auslösen. In der EU mit Grenzwerten reguliert (Nickel-Verordnung).

Rhodinierung

Weißgold wird oft zusätzlich rhodiniert - eine hauchdünne Schicht Rhodium (verwandtes Platinmetall) für extra Glanz. Diese Schicht nutzt sich nach 2-5 Jahren ab und kann beim Juwelier erneuert werden. Für den Ankauf spielt die Rhodinierung keine Rolle, nur der Goldgehalt zählt.

Weißgold, Silber oder Platin? So unterscheiden Sie

Alle drei Metalle glänzen silbrig - die Punze verrät, was Sie wirklich in der Hand halten:

MetallÜbliche PunzenTypische Merkmale
Weißgold333 · 585 · 750Läuft nicht an, oft rhodiniert, echtes Gold
Silber800 · 835 · 925 · 999Läuft mit der Zeit dunkel an, leichter
Platin850 · 900 · 950 (oft "PT" oder "PLAT")Deutlich schwerer, läuft nicht an

Weißgold erkennen: in drei Schritten

  1. Punze suchen: innen am Ringschenkel, am Kettenverschluss oder an der Ohrstecker-Rückseite. 333, 585 oder 750 = Weißgold; 835 oder 925 = Silber.
  2. Anlauf prüfen: dunkel angelaufene Stellen sprechen für Silber - Weißgold verfärbt sich nicht.
  3. Im Zweifel prüfen lassen: bei fehlender oder unleserlicher Punze bestimmen Säuretest oder Röntgenfluoreszenz-Analyse das Metall eindeutig - bei uns kostenlos. Wie Sie Stempel selbst entziffern, zeigt der Ratgeber Punzen richtig lesen.

835 Weißgold - gibt es das?

Nein. Die Punze 835 gehört zur Silber-Reihe (800/835/925/999) und bedeutet 83,5 % Feinsilber. Ein silbrig glänzender Ring mit 835-Stempel ist also Silber, kein Weißgold - Weißgold trägt immer Goldpunzen, also 333, 585 oder 750. Dieselbe Verwechslung passiert mit der 925: Auch sie steht für Silber, nämlich für Sterlingsilber.

Die Verwirrung hat einen einfachen Grund: Rhodiniertes Sterlingsilber und rhodiniertes Weißgold sehen praktisch identisch aus. Unterscheiden lässt sich beides an der Punze und am Anlaufverhalten - Silber wird an ungeschützten Stellen mit den Jahren dunkel, Gold nicht. Ausführlich erklärt das unsere Seite 835er Gold - gibt es das wirklich?.

Weißgold, Palladium oder Platin - was ist was?

Drei Metalle, die im Schmuck ähnlich aussehen und regelmäßig verwechselt werden. Weißgold ist Gold mit weißen Legierungsmetallen, Punzen 333 bis 750. Palladium ist ein eigenständiges Platinmetall und trägt Punzen wie 500 oder 950 zusammen mit dem Kürzel „Pd". Platin erkennt man an 850, 900 oder 950 mit „Pt" oder „PLAT" - und daran, dass es sich deutlich schwerer anfühlt als ein gleich großes Weißgoldstück. Alle drei kaufen wir an, bewertet wird jeweils der Feingehalt des jeweiligen Edelmetalls: Platin-Ankauf und Palladium-Ankauf.

Was Weißgold wert ist

Weißgold und Gelbgold derselben Legierungsstufe haben denselben Materialwert - der Feingoldanteil ist identisch, und nur er zählt. Die Rhodinierung geht in die Rechnung nicht ein. Was ein Gramm konkret bringt, mit tagesaktueller Wertetabelle für 585er und 750er, steht auf der Seite Weißgold: Preis pro Gramm. Welche Punze welchem Feingehalt entspricht, zeigt die Goldlegierungen-Tabelle.

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Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Was ist Weißgold?

Weißgold ist eine Goldlegierung, bei der dem Gold weiße Metalle wie Palladium, Nickel oder Silber beigemischt werden. Es wirkt silbrig wie Platin und wird häufig zusätzlich rhodiniert, damit es besonders hell glänzt.

Enthält Weißgold Nickel?

Manche Weißgold-Legierungen enthalten Nickel, weil es günstig ist und sich gut verarbeiten lässt. Nickel kann jedoch Allergien auslösen und ist in der EU durch die Nickel-Verordnung mit Grenzwerten reguliert. Hochwertiges Weißgold nutzt stattdessen Palladium.

Ist Weißgold echtes Gold?

Ja. Trotz des silbrigen Glanzes ist Weißgold echtes Gold mit demselben Feingoldanteil wie Gelbgold derselben Punze - etwa 58,5 % bei 585er oder 75 % bei 750er. Die helle Farbe entsteht nur durch die beigemischten weißen Metalle und die Rhodinierung.

Was ist der Unterschied zwischen 585er und 750er Weißgold?

Die Zahl gibt den Feingoldanteil an: 585er enthält 58,5 % Gold, 750er 75 %. Optisch ist der Unterschied bei Weißgold gering, da die Zusatzmetalle und die Rhodinierung die Farbe bestimmen - der höhere Goldgehalt macht 750er aber wertvoller.

Ist Weißgold weniger wert als Gelbgold?

Nein. Weißgold und Gelbgold derselben Legierungsstufe haben denselben Materialwert, denn für den Ankauf zählt allein der Feingoldanteil × Gewicht × Tageskurs. Die Rhodinierung spielt für den Wert keine Rolle.

Was ist Weißgold pro Gramm wert?

Der Wert ergibt sich aus Feingoldanteil × Gewicht × Tageskurs (LBMA-Fixing) - 585er Weißgold enthält 58,5 % Feingold. Einen festen Eurobetrag gibt es nicht, weil er vom tagesaktuellen Kurs abhängt. Die tagesaktuelle Wertetabelle finden Sie auf der Seite "585er Weißgold: Wert pro Gramm".

Was kostet 750er Weißgold pro Gramm?

750er Weißgold enthält 75 % Feingold, also mehr als 585er, und bringt pro Gramm entsprechend mehr. Der genaue Betrag richtet sich nach dem Tageskurs am Tag des Verkaufs - berechnet als Feingoldanteil × Gewicht × Kurs.

Wie unterscheide ich Weißgold von Silber?

Der schnellste Weg ist die Punze: 333, 585 oder 750 stehen für Weißgold, 800, 835 oder 925 für Silber. Silber läuft außerdem mit der Zeit dunkel an, Weißgold nicht. Fehlt die Punze, schafft ein Säuretest oder eine Röntgenfluoreszenz-Analyse Klarheit.

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