Reines Gold (999er, 24 Karat) ist als Schmuck zu weich — es würde verbiegen und sich abnutzen. Deshalb wird Gold fast immer mit anderen Metallen legiert: Kupfer, Silber, Palladium oder Zink. Die Beimischung bestimmt Härte, Farbe und Preis.
Was die Zahlen bedeuten
Die deutsche Punzierung gibt den Feingehalt in Tausendstel an — also den Anteil reinen Goldes pro 1000 Teile Legierung:
| Punze | Karat | Feingoldanteil | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 K | 33,3 % | Günstiger Massmarkt-Schmuck |
| 375 | 9 K | 37,5 % | UK-Standard, viel Importschmuck |
| 585 | 14 K | 58,5 % | Deutscher Standard für Trauringe |
| 750 | 18 K | 75,0 % | Hochwertiger Schmuck, Markennamen |
| 916 | 22 K | 91,6 % | Krügerrand, asiatisches Anlagegold |
| 999 | 24 K | 99,9 % | Feingold-Barren, Bullion-Münzen |
Wie sich die Farbe ergibt
- Gelbgold — Standardfarbe, entsteht durch Kupfer + Silber.
- Weißgold — Beimischung Nickel oder (besser) Palladium. Wird oft rhodiniert für extra Glanz.
- Roségold — höherer Kupferanteil ergibt warmen, rötlichen Ton.
Beim Ankauf zählt nur der Feingoldgehalt × Gewicht × Tageskurs — die Farbe beeinflusst den Materialwert nicht.